8. April 2019

Startschuss im Gemüsebeet: Pflanzen anziehen oder kaufen?

brockmeyer gartentipp salat

Den einen bereitet es Freude, ihre Gemüsepflanzen selbst auszusäen, die anderen kaufen lieber Jungpflanzen, die direkt ins Beet gesetzt werden können. Wir erklären die Vor- und Nachteile beider Methoden.

Bei einigen Gemüsearten ist der Fall klar: Möhren, Rote Bete, Radieschen oder Erbsen werden direkt ins Beet gesät. Sie keimen schon bei niedrigen Temperaturen, so dass das Vorziehen nicht notwendig ist. Andere wie Tomaten, Zucchini oder Pflücksalate sind empfindlicher und können erst ab Mitte Mai ins Freie gesät werden. Bei ihnen bringt das Vorziehen im Haus und spätere Verpflanzen einen Vorsprung. Hier ist es die Entscheidung des Gärtners, wo die Anzucht der kleinen Pflänzchen stattfinden soll: Zuhause auf dem Fensterbrett oder in der Gärtnerei.

Wer zuhause Jungpflanzen vorzieht kann den ganzen Werdegang der Pflanzen vom Samenkorn bis zur reifen Frucht miterleben. Das ist nicht nur für Kinder spannend zu beobachten. Außerdem profitiert man dabei von der großen Sortenvielfalt, die als Saatgut angeboten wird. Denn regionale oder historische Sorten sind oft nicht als Pflanzen erhältlich. Um die Saat zum Keimen zu bringen, ist allerdings ein heller, nicht zu warmer Platz, wie eine möglichst nicht vollsonnig gelegene Fensterbank oder ein Gewächshaus notwendig.

Das Kaufen von vorgezogenen Jungpflanzen dagegen spart Platz und Arbeit. Das Aussäen, Gießen und Pikieren entfällt. Genauso wie der Schutz neuer Aussaaten vor Vögeln oder das Bedecken mit Vlies, wenn Kälteperioden anstehen. Außerdem sind beim Gärtner vorgezogene Pflanzen unter optimalen Bedingungen aufgewachsen. Sie waren also von Anfang an gut mit Licht, Wasser und Nährstoffen versorgt und konnten zu kräftigen, gesunden Pflanzen heranwachsen.