Schicht-Arbeit:

Gartenabfälle verwerten

gartentipp richtig kompostieren

Wohin mit den Ernteresten aus dem Gemüsegarten, den welk gewordenen Blütenstiele der Stauden und dem Herbstlaub? Auf den Kompost natürlich. So wird aus den Gartenabfällen fruchtbarer Humus.

Wer einen Komposthaufen anlegen möchte, sollte eine gute Lasagne als Vorbild nehmen. Warum? Weil das Nudelgericht erst durch das abwechselnde Aufeinanderschichten von trockenen Nudeln und flüssiger Soße seine perfekte Konsistenz bekommt. Im Komposthaufen ist es genau so. Nur wenn sowohl stickstoff- als auch kohlenstoffhaltige Stoffe vorhanden sind, können die Mikroorganismen Erntereste und Grünschnitt in fruchtbaren Humus umwandeln.

Frische und trockene Pflanzenreste werden abwechselnd aufeinander gefüllt. Zu den frischen Materialien zählen Küchenabfälle, Rasenschnitt, Eierschalen und Teebeutel. Sie liefern den Stickstoff. Als „trocken“ bezeichnet man Herbstlaub, Stroh, dünnerer Gehölzschnitt und Pappe. Sie versorgen die Mikroorganismen mit Kohlenstoff. Als unterste Schicht eignen sich grobe Materialien wie Gehölzschnitt. Sie muss Kontakt zum gewachsenen Boden haben. Sonst können die Mikroorganismen nicht Erdreich und Kompost hin- und herwandern.

Prinzipiell kann ein Komposthaufen ohne Hilfsmittel angelegt werden. Praktische Helfer sind eine Forke zum Aufschichten und verteilen der Materialien sowie Kompostbeschleuniger. Das organische Mittel aktiviert die Bodenorganismen und die Verrottung läuft schneller ab. Gitter halten den Haufen in Form und ermöglichen, es, mehr Material aufeinanderzuschichten. In Kunststoffboxen werden höhere Temperaturen erreicht, was ebenfalls zu einer schnelleren Zersetzung führt.

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