Gärtnerwissen:

Alles rund ums Gießen

image

„Staunässe vermeiden“, „gleichmäßig feucht halten“,
„durchdringend wässern“… Was ist gemeint, wenn Gärtner oder Pflanzenetiketten diese Begriffe nennen?

Staunässe entsteht, wenn Wasser nicht abfließen kann und der Boden oder die Blumenerde dauerhaft nass sind. Das passiert bei schweren Lehmböden oder wenn Blumen in Töpfen zu lange in mit Wasser gefüllten Untersetzern oder Übertöpfen stehen. Das Problem: Wurzeln brauchen Luft. Und wo die Erde vollständig mit Wasser gesättigt ist, fehlt diese. Die Wurzeln faulen, die Pflanze leidet. Der Tipp: Böden können durch das Einarbeiten von Sand durchlässiger gemacht werden. In Töpfen verhindert man durch eine Schicht Blähton am Boden, dass es zu Staunässe kommt. Etwa eine halbe Stunde nach dem Gießen der Töpfe sollte Wasser, was sich in Untersetzern oder Übertöpfen gesammelt hat, abgegossen werden.

Gleichmäßig feuchte Erde brauchen Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf. Das Substrat sollte sich immer feucht anfühlen, aber nicht vernässt sein. Der Tipp: Ob in der Blumenerde das richtige Maß an Feuchtigkeit herrscht, kann man mit der sogenannten Daumenprobe prüfen. Fühlt sich die Erde am Topfrand trocken statt kühl und feucht an, sollte gegossen werden.

Mit durchdringendem Wässern ist gemeint, dass man Pflanzen lieber seltener, dafür aber kräftig gießt. Sie bilden dann ein dichtes und kräftiges Wurzelsystem und können sich besser selbst mit Feuchtigkeit versorgen, da sie die Wasservorräte in die tieferen Bodenschichten nutzen können.

zur Übersicht