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Grilltipps

Nicht nur für Weber-Grills

Sie möchten das perfekte Steak grillen und legen dabei Wert darauf, dass Haus und Hof den Grillabend unbeschadet überstehen? Dann machen Sie es wie die Grill-Profis!

Damit das nächste BBQ zu einem entspannten und sicheren Rundum-Genuss wird, finden Sie hier eine Sammlung verschiedener Profi-Tipps für das OGS („Original Grillsystem“), direkt vom Hersteller!

Regel Nr. 1 – der Deckel

Der Deckel ist der wichtigste Bestandteil des OGS, des „Original Grillsystems“ von Weber. OGS bedeutet, dass bei Weber alle Grills technisch so durchdacht sind, dass der Abstand zwischen Hitzequelle und Grillgut sowie das Volumen des Grillkessels optimal berechnet sind und die richtige und vor allem steuerbare Mischung aus Hitzezirkulation und Luftzufuhr entsteht. Der Deckel sorgt dafür, dass das Grillgut von allen Seiten und somit schneller, gleichmäßiger und schonender gegart wird. Nicht zuletzt eröffnet das geschlossene System mithilfe von Lüftungsschiebern die Möglichkeit, die Hitze punktgenau zu regulieren und die verschiedenen Grillmethoden anzuwenden. Erst damit fängt das echte Grillvergnügen an.

Regel Nr 2 – die Sicherheit

Der Umgang mit einem Grill erfordert stets hohe Aufmerksamkeit.

Allgemeine Sicherheitshinweise:

  1. Bitte lesen Sie sich die dem Grillgerät beiliegende Bedienungsanleitung ausführlich und aufmerksam durch.
  2. Stellen Sie den Grill stets auf einen festen, ebenen, hitzeunempfindlichen und nicht brennbaren Untergrund.
  3. Platzieren Sie bitte Ihren Grill niemals in oder an Durchgängen oder anderen engen Stellen.
  4. Bitte halten Sie Kleinkinder und Haustiere unbedingt von Ihrem Grill fern.
  5. Zum Schutz Ihrer Arme und Hände beim Umgang mit dem heißen Grill sollten Sie immer hitzebeständige Grillhandschuhe und hochwertiges, langes Grillbesteck benutzen.
  6. Vorsicht bei der Verwendung von Öl am Grill – der Grillrost sollte nur wenn es unbedingt erforderlich ist mit einem in Öl getränkten Küchentuch eingerieben werden. Wahlweise können Sie den Grillrost mit dem speziell dafür geeigneten „Anti-Stick-Oil“ von Weber einsprühen. Zuvor mariniertes oder in Öl eingelegtes Grillgut sollte unbe-dingt mit einem Küchentuch abgetupft werden, um ein Herabtropfen des Öls oder der Marinade und somit Flammenschlag zu vermeiden.
  7. Achten Sie beim Grillen auf Ihre Kleidung – leicht entflammbare Stoffe sind nicht für die Arbeit am Grill geeignet! Grundsätzlich sollten Sie eine Grillschürze tragen, denn sie schützt Ihre Kleidung vor Hitze und eventuellen Fettspritzern.
  8. Grillen Sie nicht in der Nähe von leicht ent-zündlichen Gegenständen.
  9. Verwenden Sie niemals Wasser zum Löschen von Flammen.
  10. Grillen Sie niemals in geschlossenen Räumen (auch nicht in der Garage) – alle Weber Grills sind ausschließlich für den Outdoorbereich zu verwenden.

Sicherheitshinweise für das Grillen mit Holzkohle

  1. Flüssiganzündmittel sind ein Sicherheitsrisiko – am Besten ganz meiden. Verwenden Sie stattdes-sen Anzündwürfel.
  2. Den Anzündkamin auf dem Grillrost verwenden, nicht auf dem Boden.
  3. Glut nach dem Grillen ersticken; durch Schließen der Zuluftöffnungen (One-Touch System) und des Deckellüfters.
  4. Kohle nach dem Grillen über Nacht auskühlen lassen und erst nach mindestens 12 Stunden entsorgen.

Sicherheitshinweise für das Grillen mit Gas

  1. Immer bei geöffnetem Deckel zünden.
  2. Die Fettauffangschalen regelmäßig kontrollieren und reinigen.
  3. Gas immer zuerst am Grill ausschalten, dann die Flasche zudrehen.
  4. Die Gasflasche niemals in geschlossenen Räumen lagern.
  5. Der Gasschlauch sollte regelmäßig (besonders nach längeren Pausen) auf undichte Stellen hin überprüft werden.

Sicherheitshinweise für den Elektrogrill

  1. Nur an einzeln gesicherte Steckdosen anschließen – keine Mehrfachstecker verwenden.
  2. Anschlüsse vor Feuchtigkeit schützen.
  3. Nicht in geschlossenen Räumen benutzen – auch die Weber Elektrogrills sind ausschließlich für den Outdoorbereich geeignet.

Regel Nr. 3– das Anheizen

Alle Grilltypen benötigen eine gewisse Zeit zum Vorheizen.

Holzkohle

Das Grillen mit Kohle ist mit den Anzündhilfen von Weber spielend zu bewältigen. Außerdem bietet Weber unterschiedliche Kohleprodukte. Faustregel: Holzkohle ist zwar schneller heiß, Briketts glühen aber länger. Anzünden sollte man auf jeden Fall mit Spezialprodukten wie den Anzündwürfeln von Weber. Damit erhält man auf sicherem und einfachem Weg die perfekte Glut.

Das wesentliche Tool ist dabei der Anzündkamin Rapid Fire:

  1. Die perfekte Kohlemenge mit dem Brikett-Portionierer, den Sie beim Erwerb eines jeden Weber Grills zusätzlich erhalten, abmessen und einfüllen.
  2. Drei Anzündwürfel auf dem Kohlerost anzünden.
  3. Den Anzündkamin über den Würfeln positionieren.
  4. Abwarten bis die Kohleoberfläche weiß ist – das ist ein Zeichen, dass die Kohlen gut durchgeglüht sind.
  5. Glühende Kohle in die Grillkörbe schütten (Achtung Funkenflug!) – fertig!

Gas

So heizen Sie Ihren Gasgrill optimal für das Grillvergnügen vor:

  1. Öffnen Sie erst den Deckel – dann das Ventil der Gasflasche.
  2. Drehen Sie den vorderen/ersten Regler auf „hoch/high“ und warten Sie zwei bis drei Sekunden, damit sich das Gas in der Zündkam-mer sammeln kann.
  3. Drücken Sie dann den Zündknopf. Der Brenner sollte beim ersten oder zweiten Drücken sofort brennen. Sobald der erste Brenner heizt, drehen Sie die folgenden Brenner ebenfalls auf „hoch/high“.
  4. Schließen Sie den Deckel und heizen Sie nun den Grill bis auf die gewünschte Temperatur vor.
  5. Richten Sie Ihr Grillgut auf dem Grillrost aus und regeln die Gaszufuhr der Brenner auf die jeweils zum Rezept und der Garmethode passende Temperatur.

Elektro

Spielend leicht ist die Vorbereitung beim Elektrogrill:

  1. Stecker einstecken, Regler auf „high“ drehen und bei geschlossenem Deckel gerade einmal 25 Minuten vorheizen. Schon kann das Grillvergnügen beginnen.
  2. Die optimale Temperatur zum Grillen von verschiedenstem Grillgut ist schnell erreicht.
  3. Unser Tipp: Nehmen Sie immer das Taschenthermometer zu Hilfe, um die Kerntem-peratur Ihres Grillgutes zu messen und es so ganz nach Wunsch zubereiten zu können

Regel Nr. 4 – Grillmethoden

Direkte Grillmethode

Das direkte Grillen mit der gleichen Temperatur auf dem gesamten Grillrost. Für das schnelle Zubereiten von Steak, Gemüsespießen und Ähnlichem ist diese Methode besonders geeignet. Grillzeit < 30 Minuten.

Indirekte Grillmethode

Großes Grillgut wie Braten oder ganzes Geflügel wird indirekt gegrillt. Dabei werden die Hitzequellen an den Rand des Grills verlegt, um zu verhindern, dass die direkte Hitze das Grillgut außen verbrennt, bevor es innen gar ist. Das Prinzip entspricht dem der Umlufthitze im Backofen. Grillzeit > 30 Minuten.

50/50-Grillmethode

Bei der 50/50-Methode wird die Hitzequelle auf eine Hälfte des Grills verschoben, wodurch zwei unterschiedliche Hitzezonen entstehen. Die sehr hohe direkte Hitze, die sich über der Hitzequelle befindet, dient dabei zum Angrillen – in der indirekten Zone wird dann schonend fertig gegart. Besonders mittelgroßes Grillgut wird so beson-ders zart und bleibt schön saftig.

Regel Nr. 5 – das Grillgut

Vorbereitung und Zubereitung

Für den perfekten Grillgenuss benötigen Sie neben den perfekten Tools auch hochwertige Zutaten. Hier lohnt sich der Weg zum Fachhandel, denn nur dort erhalten Sie verlässliche Informationen über die Produkte. Denn während Fisch und Gemüse gar nicht frisch genug sein können, sollte Rindfleisch mindestens zwei Wochen gereift sein. Bleiben Sie bei der Menüplanung flexibel und lassen Sie sich vom aktuellen Angebot inspirieren.

Die wichtigsten Hinweise über die Zubereitung finden Sie hier:

  • Direktes oder indirektes Grillen oder von beidem etwas? Lesen Sie das Rezept und die Anweisungen zur Vorbereitung des Grills.
  • Versuchen Sie nicht, Zeit einzusparen, indem Sie das Grillgut auf den Grill legen, bevor er bereit ist.
  • Lassen Sie die Kohle so lange durchglühen, bis sie leicht mit grauer Asche bedeckt ist.
  • Vergewissern Sie sich, dass das Grillgut auf den geschlossenen Grill passt.
  • Es sollte ein Abstand von mindestens 2,5 cm zwischen Grillgut und Deckel bestehen, um die Hitzezirkulation nicht zu beeinträchtigen.
  • Widerstehen Sie der Versuchung, alle paar Mi-nuten den Deckel hochzuheben, um nach dem Grillgut zu sehen. Jedes Mal, wenn Sie den Deckel hochheben, entweicht Hitze, sodass es insgesamt länger dauert, bis das Grillgut gar ist.
  • Wenn nicht anders im Rezept vorgesehen, wenden Sie das Grillgut nur einmal während des Grillens, um es von jeder Seite optimal garen zu lassen.
  • Wenn Sie mit geschlossenem Deckel grillen, vermeiden Sie Flammenschlag, verkürzen die Grillzeit und erzielen insgesamt schmackhaftere Resultate.
  • Widerstehen Sie auch der Versuchung, das Grillgut flachzudrücken, denn dadurch geht nur der herrliche Geschmack verloren.
  • Wenn Sie Grillgut wie Hähnchen oder Hamburger leicht mit Öl bestreichen, klebt es nicht auf dem Grillrost an. Mit dem Anti-Stick-Oil von Weber kann derselbe Effekt erzielt werden – das Anhaften des Grillgutes am Rost wird durch ein vorheriges Einsprühen des Rostes vermieden.
  • Wichtig ist außerdem das Handling des Grillgutes: Das Fleisch sollte nach dem Grillvorgang niemals mit der Grillgabel vom Grill genommen werden, da es durch das Einstechen verletzt wird und der schmackhafte Fleischsaft verloren geht.

Rindfleisch

Nichts bringt den natürlichen Geschmack des Rindfleischs besser zutage als das Barbecue, egal ob perfektes Steak oder saftige Rippe. Wählen Sie gut marmoriertes Fleisch, das sind die besten Stücke für Ihr perfektes Barbecue. Für ein zartes, saftiges Steak lassen Sie das Fleisch bei Zimmertemperatur 20 bis 30 Minuten ruhen, bevor Sie es auf den Grill legen. Nachdem Sie das Steak vom Grill genommen haben, lassen Sie es für fünf Minuten ruhen, damit sich der Fleischsaft wieder ins Innere zurückzieht. Erst danach würzen Sie das Steak mit Salz und Pfeffer – das reicht voll-kommen aus.

Weniger saftige Fleischstücke sollten Sie vor dem Grillen marinieren. Damit das Fleisch zart wird, sollte die Marinade eine säurehaltige Substanz wie Frucht- oder Gemüsesaft, Joghurt, Wein oder Essig enthalten. Den optimalen Hamburger bringen Sie nur leicht in Form. Drücken Sie ihn nicht mit einem Wender auf den Rost – damit geht nur der Fleischsaft verloren.

Lammfleisch

Lamm profitiert besonders von der intensiven Hitze der Flamme. Es ist von Natur aus fettiger als andere Fleischsorten, d.h. Sie sollten es klopfen, bevor Sie es auf den Grill legen, um ein Aufflam-men zu minimieren. Wählen Sie Lammfleisch mit Knochen aus. Das Fleisch sollte eher leicht rot als leicht weiß sein – ein Zeichen der Fleischqualität.

Lammhack wird, wie andere Hackfleischsorten auch, bis zu einer Kerntemperatur von 72 °C (Me-dium) gegrillt. Lamm-Steaks und andere Fleisch-stücke vom Lamm grillen Sie sicher, wenn die Kerntemperatur 60 °C (Medium) beträgt. Wenn Sie Lammkarree grillen, wickeln Sie die Knochen-enden am besten mit Alu-Folie ein, damit diese nicht verbrennen.

Regel Nr. 6 – Königsdisziplin “Steak”

Mindestens 4 cm hoch sollte das perfekte Steak sein, gleichmäßig marmoriert und bereits drei bis vier Wochen gereift (fragen Sie Ihren zukünftigen besten Freund: Ihren Metzger). Das Steak mindestens eine Stunde vor Grill beginn aus dem Kühlschrank holen, damit es sich der Umgebungstemperatur anpassen kann. Dann auf dem heißen Sear Grate oder der Sear Station rund 4 Minuten je Seite angrillen – an der Grillmarkierung erkennt man den wahren Grillmeister! Danach mindestens vier Minuten je Seite bei indirekter Hitze weiter grillen.Das Steak, nachdem es vom Grill geholt wird, nicht direkt anschneiden, sondern es kurz in Alu-folie einwickeln und für ca. drei Minuten ruhen lassen – so verteilen sich die Fleischsäfte neu und das Steak sollte den perfekten Gargrad erreichen. Der Schlüssel zum Erfolg: eine Kerntemperatur von 56 bis 58 °C (Medium). Mit grobem Meersalz, Pfeffer und der Weber Sauce „Good Old BBQ“ genießen.

Regel Nr. 7 – die Reinigung

Nach dem BBQ ist vor dem BBQ

Die Hauptarbeit bei der Reinigung erledigen die Weber Grills von selbst. Sie müssen einfach nur auf die maximale Betriebstemperatur aufgeheizt werden, bis die Grillrückstände verbrennen. Mit den zum jeweiligen Grill passenden Spezialbürsten lassen sich die Reste vom noch heißen Grillrost dann sehr leicht entfernen.

  1. Reinigen oder wechseln Sie die Fettauffang-schalen regelmäßig – das verhindert zusätzlich das Risiko von Fettbränden.
  2. Roste unter hoher Hitze ausbrennen, abbürsten und ggf. einen Weber Grillreiniger benutzen.
  3. Emaille- und äußere Grillteile nur mit speziellem Grillreiniger säubern.
  4. ACHTUNG: Gusseisen nur von Hand reinigen, nie in der Spülmaschine!